In Kooperation mit der Pferde Revue

Das Integrative Reiten ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderungen durch spezifische Anpassung des Unterrichts das Ausüben der Sportart Reiten. Berücksichtigt werden dabei individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Was macht ein gutes Therapiepferd aus?

Das geeignete Pferd für das Integrative Reiten ist rasseunabhängig und sollte ein Mindestalter von sechs bis sieben Jahren haben. Je nach Art der Behinderung des/der Klient:in kann ein Pferd mit mehr oder weniger Bewegung im Rücken von Vorteil sein. In den meisten Fällen wählt der/die Trainer:in ein Pferd aus und übernimmt auch die Spezialausbildung.

Bei der Auswahl des Pferdes wesentlich ist ein gut bemuskelter, tragfähiger Rücken. Auch die Gangarten sind ausschlaggebend: Der Schritt sollte raumgreifend schreitend, im klaren Viertakt und fleißig, Trab und Galopp sollten weich und angenehm zu sitzen sein. Zum Schutz der eingesetzten Pferde ist ein Gewichtslimit für Reiter:innen empfehlenswert. Ein Therapiepferd muss gesund sein, ausreichend gefüttert und gepflegt sowie als Ausgleich zum Therapiealltag möglichst artgerecht gehalten werden, d.h. mit der Möglichkeit des Sozialkontaktes auf der Koppel.


Für wen ist Integratives Reiten zu empfehlen?


Willkommen sind Personen mit kognitiven und/oder körperlichen Behinderungen, die das Reiten als Freizeit-, Breiten- oder Turniersport ausüben möchten. Integratives Reiten ist aber auch für jene geeignet, die aus verschiedensten Gründen (Ängsten, Unsicherheit, Tempogestaltung, …) nicht am Reitunterricht in einer regulären Reitschule teilnehmen können/wollen.

Integratives Reiten ist für Personen ab dem ca. fünften Lebensjahr bis ins hohe Alter geeignet und darf in Österreich ausschließlich von Therapeut:innen mit einer abgeschlossenen Ausbildung beim OKTR® durchgeführt werden.


Was kann Integratives Reiten bewirken?


Die besondere Gestaltung des Reitunterrichts und der Umgang mit den Pferden wirken sich positiv auf das Allgemeinbefinden, das Sozialverhalten und die Persönlichkeitsentwicklung aus und steigern das Selbstwertgefühl. Vor allem aber soll das Reiten als Sport oder Hobby die allgemeine Lebensqualität steigern. Speziell hervorzuheben ist dabei die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben, die je nach individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten bei regulären Bewerben, bei Paralympischen Bewerben oder bei den Special Olympics möglich ist.


Wie ist der Ablauf?

Integratives Reiten (IR) findet in verschiedenen Rahmenbedingungen statt wie: Reithalle, Außenreitplatz, Gelände etc. und kann je nach Bedarf und Behinderung des/der Klient:in einzeln oder in Gruppen durchgeführt werden. Die ideale Größe einer Gruppe beträgt zwei bis vier Personen.


Was kostet Integratives Reiten?

Der Reitunterricht ist privat zu bezahlen. Je nach Bundesland kann aber um finanzielle Unterstützung bei Kostenträgern (Gemeinden, Landesregierungen, private Versicherungen, Sponsoren und Spender-Institutionen) angesucht werden.

Auf Empfehlung des österreichischen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten sollten Reitstundenpreise für die Zielgruppe des Integrativen Reitens an die regional üblichen Preise angepasst werden.


Wer kann Integratives Reiten anbieten?

Das österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten bildet gemeinsam mit dem Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) speziell geschulte „Lehrwart:innen für Integratives Reiten“ aus.

Auf der OKTR® Website oktr.at/web/therapeutensuche sind viele Therapeut:innen gelistet, die Suche kann jeweils pro Bundesland erfolgen. Einen Überblick über freie Plätze haben auch die OKTR® Landesgruppenleitungen, die jeweiligen Ansprechpartner:innen sind ebenfalls auf der Website zu finden.


Welche Ausbildung wird benötigt?

Der Ausbildungslehrgang zum Lehrwart für Integratives Reiten ist eine offizielle Ausbildung des Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (OKTR®) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Pferdesportverband (OEPS).


Voraussetzungen:

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Erfolgreich abgeschlossener Lehrgang „Fachassistenz pferdegestützte Interventionen“
  • Erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zum/zur „Übungsleiter:in Reiten, Breitensport, Western, Islandpferde“ (Anbieter OEPS) oder höhere Reitausbildung
  • Aktive Mitgliedschaft beim OEPS & OKTR®
  • Praktikum im Ausmaß von 20h; 5h in jeder der vier Sektionen des Therapeutischen Reitens


Die Zusatzausbildung zum/zur Lehrwart:in für Integratives Reiten besteht aus mehreren Modulen, die innerhalb von zwei Monaten stattfinden. Am Ende des Kurses finden die kommissionellen Abschlussprüfungen statt.

Pro Kurswoche muss man mit Kosten von etwa € 1500,- rechnen, ohne Unterkunft und Verpflegung.

Bezüglich eines Zuschusses zu den Kurskosten kann jede/r Teilnehmer:in beim zuständigen Pferdesportverband im jeweiligen Bundesland einreichen (natürlich nur bei aufrechter Mitgliedschaft, und ausschließlich für die Ausbildung zum/zur Lehrwart:in). Es obliegt jedoch dem jeweiligen Fachverband, ob ein Zuschuss gewährt werden kann.


Ausbildungsdetails und Aufnahmevoraussetzungen


Neben den o.a. Zugangsvoraussetzungen ist die Ausbildung „Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen“ erfolgreich zu absolvieren. Voraussetzung für diese einwöchige Ausbildung ist der positive Abschluss der Eignungsprüfung  oeps.at/de/kursdetail/24004 (als Beispiel). Kurse finden laufend statt (siehe oktr.at/web/termine) den Abschluss bildet eine kommissionelle Prüfung.


Sportliche Erfolge

Das österreichische paralympische Team, vier Personen aus ganz Österreich, qualifiziert sich aktuell zur Teilnahme an den nächsten Paralympischen Spielen in Paris 2024. Derzeit finden verschiedene Turniere und Meisterschaften zur Qualifikation statt. Aus jetziger Sicht stehen die Chancen zur Qualifikation und auch zur erfolgreichen Teilnahme für die österreichischen Reiter:innen mit körperlichen Behinderungen sehr gut.

Die österreichischen Special Olympics Athlet:innen mit kognitiven Behinderungen sind auch schon seit vielen Jahren sehr erfolgreich unterwegs. So gewann das österreichische Special Olympics Pferdesport-Team bei den Special Olympics World Summer Games in Berlin 6 Medaillen.

Informationen zu Trainings, Veranstaltungen oder Bewerben gibt es unter: oktr.at/web/termine



 

Vom 14. - 16.10.2023 fand in der ASKÖ-Reitsportanlage Freudenau eine aufregende Reitveranstaltung statt, bei der Reiter*innen aus Wien, Niederösterreich, Burgenland, der Slovakei, Ukraine und Deutschland zusammenkamen, um ihr Können und ihre Leidenschaft für den Pferdesport unter Beweis zu stellen. Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Wettbewerben.


Der Samstagnachmittag startete mit einem Warm-up für die ausländischen Teilnehmer*innen, bei dem sie Gelegenheit bekamen ihre Leihpferde auszuprobieren und sich auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Die Atmosphäre war gespannt und voller Vorfreude auf die anstehenden Herausforderungen.


Die Wettbewerbe umfassten English Equitation, Dressur, Working Trail und Showmanship. Jede Disziplin hatte ihre eigenen Anforderungen und Schwierigkeiten, die von den Reiter*innen meisterhaft bewältigt wurden. Die Zuschauer*innen verfolgten gespannt die Vorführungen und bewunderten die Eleganz und Geschicklichkeit der Teilnehmer*innen.


Neben den Wettbewerben gab es auch Gelegenheit für gemütliches Beisammensein und Austausch unter den Reiter*innen. Es herrschte eine tolle Atmosphäre, in der Pferdeliebhaber*innen ihre Erfahrungen teilen und neue Freundschaften knüpfen konnten.


Jeweils am Ende des Tages wurden die Sieger*innen der verschiedenen Disziplinen von den Richter*innen O. Serloth und J. Kavanagh, den Special Olympics BLKs G. Entrich und A. Moraw und der Geschäftsführerin des OKTR®, Helga Priber geehrt. Die Freude und der Stolz in den Gesichtern der Gewinner*innen waren unübersehbar. Die Veranstaltung endete mit einem gelungenen Abschluss und vielen positiven Erinnerungen für alle Beteiligten.


Insgesamt war diese Inklusive Reitveranstaltung dank der Vorbereitung der Organisator*innen und aller Helfer*innen, der Teilnehmer*innen, deren Familienangehörige und BetreuerInnen ein voller Erfolg. Sie bot vielfältige Gelegenheiten für alle Reiter*innen ihre Fähigkeiten zu präsentieren, sich miteinander zu messen und die Gemeinschaft rund um den Pferdesport zu stärken. Wir freuen uns bereits auf die nächsten Reitveranstaltungen und darauf, erneut diese wunderbare Leidenschaft teil
 


Text: Susanne Müller, Fotos: Mag. S. Liebenwein, Dr. C. Hartl, S. Müller
 

In Kooperation mit der Pferde Revue

In der Ergotherapie mit Pferden werden Menschen mit Beeinträchtigung dabei unterstützt den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen und ihre Handlungsfähigkeit wieder zu erlangen. Wem diese besondere Therapieform nützt, wer sie anbieten darf und welche Ausbildungswege es gibt, lesen Sie hier.

Bei der Ergotherapie mit Pferd stehen Klient:in und Pferd gemeinsam im Mittelpunkt.

Die Ergotherapie geht grundsätzlich davon aus, dass "tätig sein" ein menschliches Grundbedürfnis ist, ihr oberstes Ziel ist es deshalb, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit/Erholung in ihrer Umwelt therapeutisch zu unterstützen (Ergotherapie Austria, 2018).

Allgemeines Ziel der Ergotherapie mit Pferd ist es, diese Handlungsfähigkeit durch einen klientenzentrierten und alltagsorientierten Zugang und gezielt eingesetzte Tätigkeiten wiederherzustellen. Die sorgfältig ausgewählten, ergotherapeutischen Maßnahmen werden MIT dem Pferd, AUF dem Pferd und im UMFELD des Pferdes (Stall, Putzplatz, Reitplatz, etc.) durchgeführt und führen zu mehr Teilhabe im Alltag. Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen erlernen so selbstbestimmt und selbstständig zu handeln.
 
Wem nützt Ergotherapie mit Pferd ganz besonders?

Jeder Person, die ergotherapeutischen Behandlungsbedarf hat und durch den Kontakt zum Therapiepferd zusätzlich profitiert. Das Pferd mit seinen speziellen Wirkfaktoren unterstützt den/die Therapeut:in bei seiner/ihrer Arbeit, der Therapieprozess ist der gleiche wie in der „klassischen Ergotherapie“.

Doch es gibt auch deutliche Unterschiede:

 

  • Der/Die Klient:in steht mit dem Pferd GEMEINSAM im Mittelpunkt der Therapie
  • Die Befunderhebung verläuft teilweise anders
  • Das Therapiesetting Stall und Umgebung
  • Die therapeutischen Interventionen sind sehr nah am „Pferdealltag“ z.B.: Schweif waschen, das Futter für das Pferd vorbereiten, Mähne flechten u.v.m.


Was macht ein gutes Therapiepferd aus?

Das Pferd in der Ergotherapie bringt einen guten Charakter mit, ist menschenfreundlich und ausgeglichen. Das Therapiepferd kann nur dann seine Aufgaben als solches erfüllen, wenn es körperlich und psychisch gesund und ausgewachsen ist. Weiters verfügt das Pferd über eine solide Grundausbildung, um danach für den spezifischen Einsatz in der Ergotherapie sorgfältig vorbereitet zu werden. Hierzu gehören z.B.: das Herantreten und ruhige Stehen an der Rampe, Gewöhnung an therapierelevante Umweltreize und Materialien, welche in der Therapie eingesetzt werden u. v. m.

Gemeinsam mit dem von dem/der Ergotherapeut:in ausgewählten Therapiepferd werden soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten gestärkt und die Partizipation im Alltag erleichtert (Auszug aus der Bachelorarbeit: Pferdegestützte Ergotherapie Julia Schneider; FH-Bachelor-Studiengang Ergotherapie 2020 - 2023, Innsbruck 2023).

Bei der Auswahl des passenden Mensch-Pferd-Paares sollte der spezifische Einsatz beachtet werden. Die Gesunderhaltung des Therapiepferdes mit all seinen Bedürfnissen ist von größter Wichtigkeit und dies sollte gerade in der Therapie mit diesem besonderen Lebewesen verantwortungsvoll beachtet werden.

Wo findet man eine/n Ergotherapeut:in, die pferdegestützt arbeitet?

Auf der OKTR® Website sind viele Therapeut:innen gelistet, die Suche kann jeweils pro Bundesland erfolgen. Einen Überblick über freie Plätze hat auch die Sektionsleitung ergotherapie@oktr.at.

Was kostet Ergotherapie mit Pferd?

Die genauen Kosten pro Einheit variieren je nach Therapeut:in und können bei dieser/diesem direkt erfragt werden. Ergotherapie mit Pferd wird über die Gesundheitskasse abgerechnet und ein Großteil der Kosten wird rückerstattet.

Wie kann man Ergotherapie mit Pferd in Anspruch nehmen?

Diese Behandlung muss ärztlich verordnet, für den/die Patienten/Patientin individuell dosiert und dem Therapieplan entsprechend aufgebaut sein.

Ergotherapie mit Pferd darf von Personen aller Altersgruppen und mit den unterschiedlichsten Diagnosen in Anspruch genommen werden. Gemäß dem MTD-Gesetz darf Ergotherapie in Österreich ausschließlich von ausgebildeten Ergotherapeut:innen und Ergotherapie mit Pferd nur mit einer Zusatzausbildung zum/zur Ergotherapeut:in mit Pferd beim OKTR® durchgeführt werden.

Wie werde ich Ergotherapeut:in mit Pferd?


Grundvoraussetzung ist eine laufende bzw. bereits abgeschlossene Ausbildung zum/zur Ergotherapeut:in. Als Zugangsqualifikation muss darüber hinaus die Teilnahme am Kurs „Fachassistent:in für therapeutisches Reiten“ (Veranstalter ist das OKTR® gemeinsam mit dem OEPS) erfolgreich abgeschlossen sein. Die Ausbildung „Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen“ wird vom OKTR® seit 2022 angeboten. Voraussetzung für diese einwöchige Ausbildung ist der positive Abschluss der Eignungsprüfung (hier finden Sie ein Beispiel). Kurse finden laufend statt (siehe auch hier), den Abschluss bildet eine kommissionelle Prüfung.

Der Lehrgang selbst findet berufsbegleitend in vier Blockveranstaltungen statt und ist wie folgt aufgebaut:
 

  • Modul 1: pferderelevanter Schwerpunkt - Theorie und Praxis
  • Modul 2: Grundlagen zum Einsatz des Pferdes in der Ergotherapie-Forschungstheorien, Ergotherapeutische Befunderhebung (allgemein und mit Pferd), Befundungsinstrument in der Ergotherapie mit Pferd- Theorie und Praxis
  • Modul 3: Grundlagen zum Einsatz des Pferdes in der Ergotherapie- Theorie und Praxis, Schwerpunkt Therapie mit dem Pferd, Selbsterfahrung, Praktisches Arbeiten, Reflexion
  • Modul 4: Praktisches Arbeiten, Reflexion, Theorie und Praxis, Abschlussprüfung


Zwischen den Modulen, die im Sinne der modernen Erwachsenenbildung teilweise in Präsenz, teilweise via Zoom abgehalten werden, erfolgen Arbeitsaufträge, Selbststudium, Vertiefung und Austausch untereinander.

Der Lehrgang schließt mit einer praktischen und theoretischen Prüfung ab, welche von der Lehrgangsleitung und Gesandten des OEPS abgenommen wird.
 

 

In Kooperation mit der Pferde Revue


Auf dem Rücken der Pferde entfaltet sich eine besondere Form der Physiotherapie, die Menschen mit neurologischen, muskulären und anderen Herausforderungen vielseitig fördert. Wie diese einzigartige Verbindung zwischen Mensch und Pferd eine effiziente und ganzheitliche Behandlung ermöglicht und was es braucht, um Hippotherapie anbieten zu können, lesen Sie hier.

Erklärungen finden Sie auch auf unseren YouTube Kanal

Hippotherapie fördert große und kleine Patient:innen auf ganz besondere Weise. Die Freude an der Bewegung mit dem großen, schönen Tier macht die Therapie umso effizienter.

Die dreidimensionale Bewegung des Pferderückens fordert und fördert die Patient:innen in ganz besonderer Weise. Schon durch den breiten Sitz auf dem Pferd und durch dessen Körperwärme werden Spastiken reduziert. Das Becken wird in einer gangtypischen Art bewegt, Rumpf, Kopf und Arme müssen darauf reagieren und sich ständig anpassen. Dadurch werden Aufrichtung, Haltungshintergrund, Gleichgewicht, Koordination von Bewegungsabläufen und vieles mehr geübt.

Motorisches Lernen geschieht durch ganz viele Wiederholungen und genau das passiert auf dem Pferd; mit rund 80 bis 100 Schritten pro Minute. Durch die verbesserte Aufrichtung wird außerdem die Atmung vertieft. Auch Wahrnehmung, Sensorik und Psyche werden in der Hippotherapie stark angesprochen, das Selbstwertgefühl steigt und die Freude an der Bewegung mit dem großen, schönen Tier macht diese Therapie umso effizienter.

Keine andere physiotherapeutische Behandlung bietet die Möglichkeit, sich in aufrechter Haltung mit fremden Beinen durch den Raum bewegen zu können!
 
Wem nützt Hippotherapie ganz besonders?

  • Menschen mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems
  • Cerebralparese, zentrale Hypotonie, Multiple Sklerose (Encephalitis disseminata), Parkinson, Myelomeningocele, Zustand nach Schlaganfall, Spina bifida, Rückenmarkserkrankungen, minimale cerebrale Dysfunktion, Querschnittslähmung, Posttraumatische Erkrankungen, Zustand nach Schädelhirntraumata
  • Menschen mit Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Bandscheibenprobleme, Hüfterkrankungen, Skoliose, Haltungsschwäche, muskuläre Dysbalancen, Zustand nach Amputationen
  • Menschen mit Muskel- und Stoffwechselerkrankungen
  • Menschen mit Chromosomenanomalien
  • Menschen mit Beckenbodenproblemen

Wo findet man eine/n Hippotherapeut:in?

Auf der Website des Österreichischen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (OKTR®)  sind viele Therapeut:innen gelistet, die Suche kann jeweils pro Bundesland erfolgen. Einen Überblick über freie Plätze haben auch die OKTR® Landesgruppenleitungen, die jeweiligen Ansprechpartnerinnen sind ebenfalls auf der Website zu finden.

Was kostet Hippotherapie?

Die genauen Kosten pro Einheit variieren je nach Therapeut:in und können bei dieser/diesem direkt erfragt werden.

Wie kann man Hippotherapie in Anspruch nehmen?

Diese neurophysiologische Behandlung muss ärztlich verordnet, für den/die Patienten/Patientin individuell dosiert und dem Therapieplan entsprechend aufgebaut sein.

Hippotherapie ist für Personen ab dem 4. Lebensjahr bis ins hohe Alter geeignet und darf in Österreich ausschließlich von ausgebildeten Physiotherapeut:innen mit einer Fortbildung zum/zur Hippotherapeut:in beim OKTR® durchgeführt werden.

Wie werde ich Hippotherapeut:in?

Grundvoraussetzungen sind ein abgeschlossenes Physiotherapiestudium, zwei Jahre Praxis und die Reiternadel Dressur, wünschenswert sind Bobath-Kenntnisse. Der Teilnahme am Hippotherapie Lehrgang vorausgehend ist der Abschluss des Kurses „Fachassistent:in für pferdegestützte Interventionen“ (Veranstalter ist das OKTR® gemeinsam mit dem OEPS).

Die Hippotherapie Ausbildung des OKTR® ist in drei Abschnitte geteilt. Zwei Lehreinheiten (jeweils neun Tage) finden im Frühjahr und Herbst statt, dazwischen liegt ein Praxisteil. Der dritte Abschnitt endet mit einer kommissionellen Prüfung unter Anwesenheit eines/r Vertreter:in des Bundesverbandes der Physiotherapeut:innen Österreichs und der Unterrichtenden sowie evtl. eines/r Arztes/Ärztin.


Näheres Infos dazu gibt es hier.


Die Ausbildung „Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen“ wird vom OKTR® seit 2022 angeboten. Voraussetzung für diese einwöchige Ausbildung ist der positive Abschluss der Eignungsprüfung (als Beispiel). Kurse finden laufend statt (hier geht es zu den Terminen), den Abschluss bildet eine kommissionelle Prüfung.

Hippotherapie darf in Österreich ausschließlich von durch den OKTR® zertifizierten Therapeut:innen durchgeführt werden.

Aktuell befinden wir uns in einer Übergangsphase, weshalb für die Teilnahme am nächsten Hippotherapie Lehrgang (Beginn: 05.04.2024) ausnahmsweise noch kein Abschluss der Ausbildung „Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen“ notwendig ist. Daher schon jetzt anmelden hippotherapie@oktr.at! Einige Restplätze sind noch verfügbar!

Der Kursanmeldung sind neben den vollständigen Kontaktdaten inklusive Postadresse folgende Unterlagen beizulegen: das Abschlusszeugnis des Physiotherapie-Studiums inklusive Bachelor Diplom, Nachweis der Reiternadel und ein kurzer Lebenslauf.
 

 

In Kooperation mit der Pferde Revue

Aktuell gibt es ein immer breiter werdendes Angebot an tiergestützten Interventionen. Ob Hund, Katze, Lama und noch einige mehr: Tiere tragen stark zu unserer Gesundheit aber auch zur Persönlichkeitsentwicklung bei.

Der Umgang mit dem Pferd führt zu einem Miteinander, einem Wir-Gefühl, das für viele Menschen - Kinder wie Erwachsene - komplett neue und wichtige Erfahrungen bringt.

Das Österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®) steht für die Aus- und Fortbildung, Forschung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der pferdegestützten Interventionen in Österreich, weshalb wir unser Augenmerk nun auf die Pferde richten. Auch bei der Arbeit mit Pferden gibt es ein breites Anwendungsgebiet.

Die Arbeit umfasst sowohl Coaching und psychotherapeutische Begleitung als auch Therapie für körperlich und geistig beeinträchtigte Menschen sowie Menschen mit sozialen oder entwicklungsbedingten Defiziten. Das Sitzen und Getragenwerden auf dem Pferderücken unterstützt beim Erkunden innerer Bewegungen und Emotionen wie auch beim spielerischen Erlernen und Festigen von Bewegungsmustern. Der Umgang mit dem Pferd vom Boden in Kombination mit der Bewältigung gestellter Aufgaben führt zu einem Miteinander, einem Wir-Gefühl, das für viele komplett neue Erfahrungen bringt und Entwicklung ermöglicht.

Das österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®) setzt sich aus vier Sparten zusammen. In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Pferdesportverband bildet das OKTR® Therapeut:innen für alle vier Sparten aus.

Hippotherapie

Unter Hippotherapie versteht man eine spezielle physiotherapeutische Maßnahme, die bei behinderten und kranken Personen das Pferd und dessen dreidimensionale Rückenbewegung unter medizinischen Gesichtspunkten einsetzt. Dabei wird der Mensch durch ganzheitliche Förderung körperlich, emotional, geistig und sozial angesprochen. Diese neurophysiologische Behandlung muss ärztlich verordnet, für den Patienten oder die Patientin individuell dosiert und dem Therapieplan entsprechend aufgebaut sein. Hippotherapie darf in Österreich ausschließlich von ausgebildeten Physiotherapeut:innen mit mindestens zwei Jahren Praxis - auch mit neurologisch erkrankten Patient:innen - sowie einer Fortbildung zum/zur Hippotherapeut:in beim OKTR® durchgeführt werden.

Wem nutzt Hippotherapie?


Besonders geeignet ist die Hippotherapie für Menschen mit Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems oder auch des Stütz- und Bewegungsapparates, im Fall von Muskel- und Stoffwechselerkrankungen, bei Personen mit durch Chromosomenanomalien verursachten Syndromen, aber auch bei Frauen mit gynäkologischen Problemen.

Nähere Erklärungen zu den Einsatzgebieten und der Wirkungsweise liefert das nachfolgende Video:
Ergotherapie mit Pferd

Die Ergotherapie geht grundsätzlich davon aus, dass "tätig sein" ein menschliches Grundbedürfnis ist, daher ist ihr oberstes Ziel, Menschen bei der Durchführung von für sie bedeutungsvollen Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit/Erholung in ihrer Umwelt therapeutisch zu unterstützen (Ergotherapie Austria, 2018). Bei der Ergotherapie mit Pferd lernen körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigte Menschen jeder Altersgruppe über den individuellen Einsatz des Pferdes selbstbestimmt und selbstständig zu handeln. Die sorgfältig ausgewählten, ergotherapeutischen Maßnahmen werden mit dem Pferd, auf dem Pferd und im Umfeld des Pferdes (Stall, Putzplatz, Reitplatz, etc.) durchgeführt und führen zu einer besseren Wahrnehmung, besseren Koordinierung der einzelnen Handgriffe und in Folge zu mehr Selbstsicherheit in der Durchführung alltäglicher Handlungen.

Heilpädagogische und therapeutische Förderung mit dem Pferd

Bei der heilpädagogischen und therapeutischen Förderung mit dem Pferd (HTFP) handelt es sich um eine ressourcenorientierte Förderung und ein prozessorientiertes Begleiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Hilfe eines Therapiepferdes. Abgestimmt auf die Bedürfnisse, Ressourcen und Fähigkeiten der Klient:innen werden psychologische, psychotherapeutische, rehabilitative und soziointegrative Maßnahmen mit Hilfe des Pferdes umgesetzt.

Bei dieser ganzheitlichen Therapieform wird eine positive Beeinflussung des Befindens, des Sozialverhaltens und der Persönlichkeitsentwicklung angestrebt. Das Bewegt- und Getragenwerden auf dem Pferderücken und die Gestaltung der Beziehung zum Therapiepferd und zum/zur Therapeut:in unterstützen die Klient:innen bei der Auseinandersetzung mit ihren individuellen Schwierigkeiten.

Integratives Reiten


Das integrative Reiten ermöglicht Menschen mit und ohne Behinderungen das Ausüben der Sportart Reiten unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Hauptzielgruppe sind Menschen mit kognitiven und Menschen mit körperlichen Behinderungen, die das Reiten als Freizeit-, Breiten- oder Turniersport ausüben möchten. Aber auch Menschen, für die aus verschiedensten Gründen (Ängsten, Unsicherheit, Tempogestaltung, …) der Reitunterricht in einer regulären Reitschule nicht passend gestaltet werden kann, sind beim integrativen Reiten herzlich Willkommen.

Einen kurzen Einblick in alle vier Therapieformen liefert das Infovideo des OKTR®:

Oftmals bedarf es einiger Gespräche mit Patient:innen oder Angehörigen um herauszufinden, welche Therapieform die richtige ist. Das OKTR® steht hier in ganz Österreich gerne beratend zur Seite, entweder via E-Mail office@oktr.at oder telefonisch unter 0676/362 7130.

Jede Anfrage ist herzlich willkommen.

In Kooperation mit der Pferde Revue

Das Österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®) steht für die Aus- und Fortbildung, Forschung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der pferdegestützten Interventionen in Österreich.

Das Pferd als Partner eröffnet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Handicap den Zugang zu medizinisch wertvoller Freizeitgestaltung bis hin zur Teilnahme am allgemeinen Turniersport.

In diesem gemeinnützigen fachbezogenen Verein werden die Aspekte und Anliegen aller vier Sparten des therapeutischen Reitens - Hippotherapie - Heilpädagogische und therapeutische Förderung mit dem Pferd (HTFP) - Integratives Reiten - Ergotherapie mit Pferd - berücksichtigt. In allen vier Bereichen wird der Mensch ganzheitlich angesprochen: körperlich, emotional, geistig und sozial.

Das Bewegt- und Getragenwerden auf dem Pferderücken hilft Klein und Groß bei der Auseinandersetzung mit individuellen Schwierigkeiten.

Vom Traum zum Beruf ...


Das Aus- und Weiterbildungsangebot des OKTR® richtet sich ausschließlich an Erwachsene, die u.a. schon einen Quellberuf aufweisen müssen. Im Jahr 2023 werden wieder mehrere Lehrgänge stattfinden, die Anmeldung ist ab sofort möglich.

Heilpädagogische und therapeutische Förderung mit dem Pferd (HTFP)

Der Basislehrgang für „Heilpädagogische und Therapeutische Förderung“ startet Anfang September 2023 und schließt im Herbst 2024 ab. Davor gibt es noch die Möglichkeit an zwei „Schnuppertagen“ mehr zur Ausbildung zu erfahren.

Der Lehrgang ist keine für sich alleinstehende Ausbildung, sondern eine Zusatzqualifikation zu einem abgeschlossenen Quellenberuf in einem psychosozialen, sonderpädagogischen, pädagogischen, gesundheits- und psychotherapeutischen Tätigkeitsfeld.

Ergotherapie mit Pferd

Der Lehrgang startet Mitte Mai 2023 und setzt sich aus mehreren Teilen, wie praktische Arbeitsaufträge mit persönlicher Reflexion, Online-Vorträge Selbststudium und natürlich auch Praxistagen zusammen. Zugelassen sind all jene Personen, die eine abgeschlossene Ausbildung zum/zur Ergotherapeut:in haben oder sich gerade in Ausbildung befinden.

Bei der pferdegestützten Ergotherapie lernen Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen über den individuellen Einsatz des Pferdes selbstbestimmt und selbstständig zu handeln.


Hippotherapie

Die Teilnahme an dieser Fortbildung setzt eine abgeschlossene Physiotherapieausbildung sowie zwei Jahre Praxis, auch mit neurologisch erkrankten Patient:innen voraus. Der Lehrgang besteht aus drei Teilen und startet im Frühjahr 2024.

Integratives Reiten


Der Kurs Lehrwart Integratives Reiten findet in Kooperation von OKTR® und dem Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) statt und startet im Herbst 2023. Der neue Kurs ist an die moderne Erwachsenenbildung angepasst und findet zum einen in Präsenz und zum anderen Online statt. Voraussetzungen für den Kurs sind: Übungsleiter:in Reiten, Western oder Islandpferde und Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen".

Fachassistent:in pferdegestützte Interventionen

Diese neue Ausbildung wurde in Kooperation mit dem OEPS entwickelt und bringt die pferdefachliche Qualifikation auf ein neues Niveau. Die Lehrgänge finden mehrmals pro Jahr statt.

Bei allen Lehrgängen des OKTR® wird eine reitsportliche Qualifikation vorausgesetzt.

Nähere Informationen zu den Ausbildungen und Terminen finden Sie auf www.oktr.at bzw. unter office@oktr.at.
 

Noch kurz vor Jahresende gab unsere neue Präsidentin, Dr. Andrea Holzleithner, dem unabhängigen österreichischen Online-Portal ProPferd.at ein Interview.
Danke an Mag. Leopold Pingitzer für die fachlich gelungene Aufbereitung.

Hier geht es zum gesamten Artikel ....

Dank der Initiative unserer neu gewählten Präsidentin, Dr. Andrea Holzleithner, werden "Die Ländlichen" und das OKTR® hinkünftig enger kooperieren.

Wer sind `Die Ländlichen` – das Leitbild

Zurück zu den Wurzeln", mehr zu „Pferdezucht und – Sport" und viel „in die Zukunft" - „Die Ländlichen" sind eine Interessensgemeinschaft von Pferdefreunden, die sich besonders mit der Nachwuchsarbeit im ländlichen Raum, den nicht organisierten Freizeitreitern, dem Einsatz von in Österreich gezogenen Pferden und der Pferdewirtschaft beschäftigen. Sie sehen sich als integrierter Teil des österreichischen Pferdesportverbandes und seiner Landesfachverbände mit dem Ziel, Basisarbeit zum Wohl des Pferdesports in Österreich zu leisten."

Die Ziele sind

  • Schaffung von Ausbildungsmöglichkeiten für Reiten und Fahren und das Organisieren von einfachen Bewerben für     Pferdesport-Anfänger mit publikumswirksamen Programmen.
  • Förderung des Mannschaftsgedankens und Dokumentation der sportlichen Qualitäten in Österreich gezogener Pferde  (insbesondere Warmblut, Haflinger und Noriker) im Rahmen der Landes- und Bundesmeisterschaften der `Ländlichen` Vereine.
  • Erhalten und Pflege von Brauchtum und Kultur rund um das Pferd in der Gemeinschaft der örtlichen Vereine und Reitergruppen.
  • Intensive Zusammenarbeit und gemeinsamer Auftritt von Züchtern, Amateur- und Freizeitsportlern.
  • Interessensvertretung der Pferde haltenden Betriebe in den Kammern und der öffentlichen Verwaltung.
  • Beratungstätigkeit im Bereich der Landwirtschaftskammern und der LFI (Landwirtschaftliche Fortbildungsinstitute).
  • Umsetzung von gemeinsam mit der ZAP entwickelten Ideen zur Förderung des Pferdesports mit in Österreich gezogenen Pferden und der gesamten österreichischen Pferdewirtschaft.
  • Kommunikation mit ihren Mitgliedern über Homepages, Fachzeitschriften und Rundmails.
  • Organisation von jährlichen und öffentlich zugänglichen Fachtagungen.
  • Aktive Zusammenarbeit mit den Gremien der österreichischen Pferdesportverbände und Partnerorganisationen zum gemeinsamen Wohl des Pferdesports und des Pferdewesens in Österreich.

 
 

Im Zuge des Messeauftritts bei Apropos Pferd im Oktober 2022 in Wiener Neustadt erklärt Gerhard Wohlheim in einem kurzen Video, wofür das OKTR® steht und wie pferdegestützte Interventionen ablaufen.

Danke an @horseytainment

  • Fachlich hochbesetzte Hybrid-Veranstaltung anlässlich des 45. Vereinsjubiläums mit Vortragenden aus dem In- und Ausland.
  • Seit mehr als vier Jahrzehnten sichert das OKTR® die Qualität in der Ausübung von Therapie mit Pferden in Österreich.
  • Neuwahl des gesamten Vorstands – neue Präsidentin Dr. Andrea Holzleithner


Die OKTR® Jahrestagung stand ganz im Zeichen des 45-jährigen Vereinsjubiläums und fand am 14. und 15. Oktober 2022 als Hybrid-Veranstaltung in Graz bzw. online statt. Insgesamt nahmen etwa 120 Personen teil, mehr als 1/3 davon war persönlich anwesend. Der überwiegende Teil der Fachvorträge wurde im Festsaal des Vereins Mosaik gehalten, der mit dem OKTR® seit vielen Jahren eng verbunden ist. Die Veranstaltung wurde allen teilnehmenden OKTR®- aber auch OEPS-Mitgliedern als Fortbildung angerechnet.

Zu Beginn der Jahrestagung blickte eine der Gründer*innen des OKTR®, Dr. Liselotte Ölsböck, die bis zur Generalversammlung auch als Vizepräsidentin agierte, auf die vergangenen 45 Jahre zurück.

Ein Meilenstein im Rahmen ihrer Tätigkeit war die Einführung der Hippotherapie unter dem Aspekt des neurophysiologischen Konzeptes von Bobath im Jahr 1971. Damals völlig neu in Österreich, mittlerweile eine Selbstverständlichkeit im hippotherapeutischen Alltag. Gemeinsam mit Emmy Tauffkirchen wurde das therapeutische Konzept aufgebaut. Auch zu erwähnen ist, dass im Zuge vieler Besprechungen die Anerkennung der OKTR®-Bereiche und die Ausbildung durch die zuständigen Ministerien genehmigt worden ist.

Genaueres dazu ist auf www.oktr.at unter „Geschichte“ zu finden.

Der Präsident der letzten vier Jahre, Dr. Walter Strobl, berichtete über die wesentlichen Highlights seiner Vorstands-periode und unter anderem auch über den derzeit laufenden Aufbau des Universitätslehrgangs für Therapeutisches Reiten an der Donauuniversität Krems.

Walter Strobl verabschiedete sich mit den Worten: „Es war eine sehr schöne bewegte Zeit, in der viele Schritte zur weiteren Positionierung des OKTR® als anerkannte und qualitativ hochwertige Ausbildungsstätte für pferdegestützte Interventionen gesetzt wurden. Gerne werde ich weiterhin als wissenschaftlicher Beirat zur Verfügung stehen und mich besonders für das Zustandekommen des Masterlehrgangs einsetzen.“

Fachlich hochinteressante und mit viel Engagement abgehaltene Vorträge

Die Vortragsreihe mit Sprecher*innen aus Österreich, Deutschland und Ungarn wurde von Frau Dr. Iris Starnberger aus Wien eröffnet. Sie informierte über „Neue Perspektiven für gesunde und entspannte Therapiepferde“ und stellte Medical Training und Kooperationsverhalten der Pferde sehr anschaulich dar. Der Aufbau eines Kooperationsdialogs, Clicker-Training und Behandlungstraining für den Besuch des Tierarztes waren Kernbereiche ihres begeisternden Vortrags.

„Die korrekte Bewegung des Pferdes – Analyse und Lösungsansätze mit Hilfe von Pferdemassage“ wurde von Frau Kira Schuschnigg aus Ramsau präsentiert. Ein sehr umfassendes Thema, für das die Vortragszeit bei weitem nicht ausreichte. Dennoch konnten ergänzend viele individuelle Fragen beantwortet werden.

Frau Dr. Katharina Westermann wurde aus Deutschland zugeschaltet und hat Wissenswertes zum Thema „Therapiepferdeausbildung – Pferdeausbildung mit dem gewissen Extra“ vorgetragen. Anforderungen und Belastungsmomente müssen besonders in der Hippotherapie und Psychotherapie analysiert werden um die Charakteristika eines Therapiepferdes für die entsprechende Ausbildung des Pferdes zu finden.

Über „Heilpädagogische und Therapeutische Förderung mit dem Pferd (HTFP) im Schulunterricht – Umsetzung und Durchführung – Das Wiener Modell als Anregung zur Nachahmung“ berichtete Andrea Herget. Sie nahm Bezug auf den Erlass der Bildungsdirektion Wien, in dem die HTFP-Maßnahmen geregelt sind. So schützen u.a. spezielle Sicherheitskriterien die Kinder beim anfangs ungeübten Umgang mit den Therapiepferden.

Um die rechtlichen Bereiche ging es anschließend im Vortrag „Therapeutisches Reiten & Haftungsthemen“ durch RA Mag. Petra Fizimayer, MBA, die aus Wien angereist war. Schadenersatz, Beweislast, Verschulden bei Unfällen im Bereich der Reittherapie sowie der Vermietung von Pferden für Therapien sind einige sehr wesentliche Punkte, die für die einzelnen Betroffenen zum ungeahnten Problem werden könnten.

In ihrem online Vortrag berichtete Frau Dr. Annette Gomolla aus dem deutschen Konstanz über „Unterstützte Kommunikation in den pferdegestützten Interventionen – die Verbindung von analoger und digitaler Kommunikation“. Als Zielgruppe für „Unterstützte Kommunikation“ gelten beispielsweise Patient*innen mit Cerebralparese, geistiger Beeinträchtigung, Autismus-Spektrum Störung, verbale Dyspraxie, Aphasie, Demenz oder mit Locked-in-Syndrom.

Der abschließende Beitrag über „Kinematische Beurteilung des freien Gehens bei verschiedenen hippotherapeutischen Pferden“ wurde mit Grafiken und Statistiken aus dem Bereich der Hippotherapie von Peter Jambor aus Ungarn vorgetragen. Zur Überwindung der sprachlichen Barriere wurde dieser interessante Beitrag durch Anna Sipos aus Sopron simultan ins Deutsche und die Fragen auch retour übersetzt.

Viel positives Echo der Teilnehmer*innen - eine kurzweilige und informative Jahrestagung verknüpft mit der Generalversammlung und Neuwahl des OKTR® Vorstands

Helga Priber führte in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des OKTR® sowohl durch die gesamte Jahrestagung als auch durch die am Freitag abgehaltene Generalversammlung. Die Mitglieder erhielten eine umfassende Präsentation, die Statusmeldungen über die Tätigkeiten der vier Sektionen und des Vorstands des OKTR® beinhaltete. Auch wurde nochmals die neue Ausbildung „Fachassistent*in pferdegestützte Interventionen“ von der Lehrgangsleiterin und in der Folge gewählten Vizepräsidentin, Irmgard Kronsteiner, vorgestellt. Spezielle Beachtung fand die neue und aufmerksamkeitsstarke Vereinskleidung. Neben Polo-Shirts werden gebrandete T-Shirts, Hoodies und Softshell-Jacken in diversen Farben zur Verfügung stehen. Als weitere Kommunikationsunterstützung können Folder, Roll-ups sowie Poster für Reithallen und Veranstaltungen bestellt werden.

Vor der Generalversammlung wurden die Sektionsleitungen und Stellvertretungen neu gewählt. Bei der später durchgeführten Wahl des Vorstands (Amtsperiode 4 Jahre) wurde den Bewerbungen von Frau Dr. Andrea Holzleithner als Präsidentin und Frau Irmgard Kronsteiner als Vizepräsidentin mehrheitlich zugestimmt.

Dr. Andrea Holzleithner freut sich auf ihre neue Aufgabe: „Es ist sehr schön mit diesem dynamischen Team zu arbeiten. Wesentliche Schwerpunkte meiner Tätigkeit werden in der Steigerung der Bekanntheit und Wertigkeit des OKTR® liegen. Dazu hilft meine langjährige Erfahrung im Pferdewesen und ein damit verbundenes großes Netzwerk. Ich freue mich auf diese Aufgabe!“

Österreichisches Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®)

Das OKTR® steht für die Aus- und Fortbildung, Forschung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der pferdegestützten Interventionen in Österreich. Dies ist unser Leitsatz, den wir leben und mit dieser neu geschaffenen Ausbildung Realität werden lassen. Wir sehen, dass es immer mehr Anbieter zur Durchführung pferdegestützter Interventionen gibt, sehen aber leider auch, dass relevante Qualitätskriterien ab und an vernachlässigt werden. Daher ist es dem OKTR® wichtig, neben den einzelnen therapeutischen Ausbildungen eine fundierte Basisausbildung zu etablieren, die grundlegende pferdefachliche Kenntnisse vermittelt.


Mosaik GmbH
Das Mosaik ist ein Nonprofit-Unternehmen, eine gemeinnützige GmbH der steirischen Vereinigung für Menschen mit Behinderung. Das Betätigungsfeld liegt in der Betreuung,
Beratung und Förderung von Menschen mit Behinderung vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter. Leitidee ist es Menschen mit Behinderung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Es sind ca. 550 Beschäftigte, die 1200 Menschen mit Behinderung in allen Altersgruppen betreuen. Das Mosaik hat eine Reithalle und 6 Therapiepferde. Die langjährige Leiterin der Sektion Hippotherapie des OKTR®, Elke Molnar-Mignon, hat maßgeblich im Mosaik mitgearbeitet und extrem viel zum Aufbau und zur Entwicklung der Hippotherapie vor Ort in Graz aber auch in ganz Österreich beigetragen.


Für weitere Rückfragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Helga Priber
Geschäftsführerin des OKTR®

Mail:          geschaeftsfuehrung@oktr.at
Website:     www.oktr.at
Copyright:  OKTR
 

In "Bewegt" März 2022, Nr. 1 von Physio Austria ist ein Artikel unseres Vorstandsmitglieds, Thesy Feichtiger-Zrost, erschienen. Wir danken für die freundliche Genehmigung ihn übernehmen zu dürfen.

Zum Download
 

Das Österreichische Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®) und der Österreichische Pferdsportverband (OEPS) haben einen gemeinsamen Schritt für die Qualitätssicherung im Ausbildungsbereich "Therapie mit Pferden" gesetzt.

 

Alles zum neu entwickelten Lehrgang „Fachassistent*in pferdegestützte Interventionen“

 

Neues Ausbildungsangebot sichert Qualität in der Therapie mit Pferden in Österreich:

  • Kooperation zwischen dem Österreichischen Pferdesportverband (OEPS) und dem Österreichischen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®) bringt die pferdefachliche Qualifikation auf neues Niveau.
  • „Fachassistent*in pferdegestützte Intervention“ ab 2022 im Ausbildungskatalog des OEPS und Voraussetzung zur Teilnahme an OKTR® Lehrgängen.
  • Die seit mehr als vier Jahrzehnten währende Partnerschaft – OEPS & OKTR® – sichert die Qualität in der Ausübung von Therapie mit Pferden in Österreich.


Fundiertes Wissen im Umgang mit Pferden


In den Lehrgängen des österreichischen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten (OKTR®) werden neben bestimmten beruflichen Ausbildungen auch reiterliche und pferdefachliche Kenntnisse vorausgesetzt.

Bereits bisher brachten die Teilnehmer*innen ein fundiertes Wissen im Umgang mit Pferden mit, jedoch wurde nun durch das OKTR® in Kooperation mit dem OEPS eine eigene Qualifikation speziell für den Bereich "Therapie mit Pferden" entwickelt.

Im Lehrgang „Fachassistent*in pferdegestützte Intervention“ wird den Teilnehmer*innen ein breites Spektrum rund um die Arbeit mit dem Pferd (Grundlagen, Longieren, Voltigieren und Reiten) vermittelt.

Fachliches Grundlagenwissen

Die neu geschaffene Ausbildung hat das Ziel angehenden Therapeut*innen der drei Sparten des therapeutischen Reitens beim OKTR® – „Hippotherapie“, „Ergotherapie mit Pferd“ und „Heilpädagogische und Therapeutische Förderung mit dem Pferd“ (HTFP) – das fachliche Grundlagenwissen für die Durchführung pferdegestützter Interventionen näher zu bringen.

Dazu zählen vor allem die Methodik, Didaktik sowie das sicherheitsrelevante Wissen in Theorie und Praxis im Rahmen der pferdegestützten Intervention.

Der Abschluss des Lehrgangs berechtigt allerdings nicht zur selbstständigen Durchführung von Angeboten im therapeutischen Reiten oder im Pferdesport, dazu ist eine OKTR® Ausbildung erforderlich.


Qualifikation anheben, Sicherheitsvorkehrungen verankern

 

Absolvent*innen des Lehrgangs erhalten ein Zertifikat, welches sie als „Fachassistent*in pferdegestützte Interventionen“ berechtigt Hilfestellung bei den verschiedensten Therapien zu leisten. Diese Hilfestellungen dürfen nur in Zusammenarbeit mit einer vom OKTR® ausgebildeten Person in den Bereichen „Hippotherapie“, „Ergotherapie mit Pferd“ und „HTFP“ erfolgen. Der OEPS und das OKTR® möchten mit dieser Ausbildung auch die Qualifikation von Longen- und Pferdeführer*innen anheben und Sicherheitsvorkehrungen (wie zB: Versicherung) verankern.

Der Abschluss als „Fachassistent*in pferdegestützte Intervention“ ist unbedingte Voraussetzung um an den OKTR® Lehrgängen der vorgenannten Sparten teilzunehmen. Denn diese Basisausbildung wird dem jeweiligen Lehrgang angerechnet, womit mehr Zeit für die spezifischen Anforderungen der einzelnen Therapieform bleibt. Genauere Informationen zu den OKTR® Lehrgängen sind auf der Website www.oktr.at nachzulesen.

Nach Abschluss eines OKTR® Lehrganges in den Sparten „Hippotherapie“, „Ergotherapie mit Pferd“ und „HTFP“ ist eine selbstständige Durchführung von pferdegestützten Interventionen von allen im Curriculum erlernten Kompetenzen möglich.


"Große Chancen, Pferde in der Therapie einzusetzen"


Rolanda Fassl, Referentin Therapeutisches Reiten/OEPS, begründet die Entscheidung des OEPS mit dem OKTR eine gemeinsame Ausbildung zu starten so:


"Im breiten Spektrum von tiergestützten Therapien mit Hunden, Katzen, etc. behält das Pferd seine Sonderrolle: durch seine Kraft Menschen zu tragen, seine Größe, die besonders feinen Sinne und seinen ruhigen Herzschlag, hebt es sich von anderen Tieren ab. Im direkten Umgang spürt jeder Mensch, dass Pferde unsere Physiologie und unser seelisches Wohlbefinden positiv beeinflussen. Atmung, Hautwiderstand und Herzfrequenz sowie Geräusche spielen in der Sinneswahrnehmung mindestens eine so große Rolle wie Rhythmus, Gesten und Körpersprache. All das zusammen bietet große Chancen, Pferde in der Therapie einzusetzen – sofern sowohl Pferde als auch Therapeut*innen in einer umfassenden qualitativ hochwertigen Ausbildung lernen, die Wirkungsweisen gezielt zu schulen und bewusst einzusetzen."


"Grundlegende pferdefachliche Kenntnisse vermitteln"

Prof. Dr. med. univ. Walter Strobl, Präsident des OKTR®, freut sich über diese neue Ausbildung:

"Das OKTR® steht für die Aus- und Fortbildung, Forschung und Qualitätssicherung auf dem Gebiet der pferdegestützten Interventionen in Österreich. Dies ist unser Leitsatz, den wir leben und mit dieser neu geschaffenen Ausbildung Realität werden lassen. Wir sehen, dass es immer mehr Anbieter zur Durchführung pferdegestützter Interventionen gibt, sehen aber leider auch, dass relevante Qualitätskriterien ab und an vernachlässigt werden. Daher ist es dem OKTR® wichtig, neben den einzelnen therapeutischen Ausbildungen eine fundierte Basisausbildung zu etablieren, die grundlegende pferdefachliche Kenntnisse vermittelt."


Kontakt


Für weitere Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Österreichisches Kuratorium für Therapeutisches Reiten (OKTR®)
Tel: +43 676 362 7130
E-Mail: office@oktr.at   

Ein sehr herausforderndes Jahr 2020 liegt hinter uns. Neben einer großen finanziellen Belastung gab es einige Veränderungen bei uns am Hof. Bereits im Jänner wurden große Pläne für 2020 geschmiedet. Neben vielen Angeboten, Programmen, Prüfungen, Ausbildungen und Veranstaltungen, die geplant gewesen wären, konnten tatsächlich aufgrund der verordneten Betriebsschließungen und Corona Maßnahmen wenig davon stattfinden.

Maßnahmen wie: Abstände einhalten, ständiges Desinfizieren von Händen und Gegenständen sowie Ausrüstung und das Tragen eines Mund-Nasenschutzes wurden für uns alle zum Alltag.

Durch zwei verordnete Schließungen und die verschiedenen laufenden Maßnahmen wurde der Verein horsense im vergangenen Jahr stark an seine Grenzen gebracht. Die aktuelle finanzielle Lage ist für den gemeinnützigen Verein eine große Herausforderung. Nur mit Hilfe vieler Spenden und Unterstützungen unterschiedlichster Art können wir momentan unseren Standard in der Pferdeversorgung und unserer Angebote aufrecht halten.

Wir möchten uns daher bei allen Mitarbeiter*innen, Reiter*innen, Eltern, Freunden*innen und Verwandten bedanken! Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung!

Im Moment dürfen Einzeleinheiten am Hof stattfinden. Natürlich unter Einhaltung der laufenden Maßnahmen und Abstände. Wir bieten neben den Sparten des Therapeutischen Reitens (Heilpädagogische Therapie und Förderung mit dem Pferd, Integratives Reiten und Hippotherapie) auch Reit- und Voltigierunterricht, Feriencamps, Vorbereitungen zu Reitprüfungen (kl. und gr. Hufeisen, Reiterpass, Reiternadel, Lizenz), aber auch Programme wie Schule am Bauernhof. All unsere Angebote verstehen sich integrativ bzw. inklusiv. Horsense steht für artgerechte Tierhaltung, Diversität, Gemeinschaft, Inklusion, Landwirtschaft, Natur, Sicherheit, Spaß und Tierschutz.

Dies verkörpern wir nicht nur durch unseren Umgang miteinander und unseren top gehaltenen und ausgebildeten Pferden, sondern auch durch verschiedenste Qualitätssiegel, auf die wir sehr stolz sind. Eines davon ist seit 2020 das Green Care Siegel. Leider kam es aufgrund der Pandemie zu einer Übergabe per Post. Eine offizielle Feier musste ausbleiben.

Weil uns Qualität am Herzen liegt, wurden nicht nur einige weitere Ausbildungen und Fortbildungen von den horsense-Teammitgliedern besucht, sondern auch ein weiteres Qualitätssiegel angestrebt. Horsense ist nun seit kurzem auch ein Green Care Betrieb.

Green Care steht allgemein für Aktivitäten und Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur. Je nach Zielgruppe verfolgen sie gesundheitsfördernde, pädagogische oder soziale Ziele. Immer dann, wenn es um Green Care-Angebote auf aktiven land- und forstwirtschaftlichen Betrieben geht, sprechen wir von Green Care – Wo Menschen aufblühen. (Green Care, 2020)

Wir sind sehr stolz, dass horsense nun einige großartige Qualitätssiegel erhalten hat und hoffen damit ein Zeichen für alle Besucher*innen zu setzen.

www.horsense.at - horsense@gmx.at

Quellen:
Green Care (2020). Über Green Care. Wo Menschen aufblühen.
Zugriff auf https://www.greencare-oe.at/ueber-green-care+2500++1000078+1028 am 28.12.2020

Die Nationalen Special Olympics Sommerspiele werden im Juni 2022 austragen. Weitere Information folgt.

Ein Special-Olympics-Reitturnier einmal anders, das war die österreichweit ausgeschriebene Video-Challenge, an der sich auch der Verein Pondera - Therapeutisches Reiten und Voltigieren erfolgreich beteiligt hat. Die Reiterinnen und Reiter absolvierten ihre Aufgaben im heimatlichen Reitstall und wurden gefilmt. Die digitalen Videos wurden gesammelt und vom Turnierrichter begutachtet und bewertet.

Im Sommer war noch vereinzelt die Teilnahme an Reitturnieren möglich, dann jedoch kam die zweite Welle der Corona-Pandemie. Schwierige Zeiten erfordern kreative Ideen, vieles funktioniert aktuell über digitale Medien – warum nicht auch ein Reitturnier? So kam das Online-Reitturnier des Vereines Hippo-Sport in Wien zustande. Frau Susanne Müller setzte es mit viel Ehrgeiz und Energie gemeinsam mit ihrem Team in die Tat um. Der Verein Pondera hat sich gerne daran beteiligt. Die Turnierteilnehmer hatten bis 15. Oktober 2020 Zeit, die verschiedenen Bewerbs-Aufgaben zu reiten. Dabei wurden sie gefilmt. Die Videos wurden anschließend in digitaler Form an den Verein Hippo-Sport gesendet und dort von einem Turnierrichter beurteilt und gewertet. Das war sicherlich keine einfache und eine zeitintensive Aufgabe.

Dressurreiten und Working Trail
Am 4. Oktober 2020 – also noch vor dem zweiten Lockdown - trafen sich unsere Reiterinnen und Reiter im gräflichen Reitstall St. Martin im Innkreis. Gestartet wurde auf dem Leihpferd Larissa von Jessy Zweimüller in den Bewerben Working Trail, einem Reitbewerb mit Geschicklichkeitsübungen sowie in der Dressur in verschiedenen Wertungsklassen und nach den Regeln von Special Olympics. Unsere Reiterinnen und Reiter wurden bei ihren Aufgaben von unserer Reittherapeutin Ute Zeilinger angeleitet.

Cross Country - Geländeritt
Am darauf folgenden Freitag, 9. Oktober 2020, folgte ein Geländeritt in einem Waldstück in Gurten. Hier galt es auf dem Rücken von Ute Zeilingers Pferd Coro natürliche Hindernisse zu überqueren, sich unter herabhängende Äste durchzubewegen und in flottem Tempo den Forstweg entlang zu traben bzw. zu galoppieren. Eine ungewohnte, aber richtig coole Challenge für unsere Reiterinnen und Reiter.

Zwischenzeitlich wurden die Ergebnisse veröffentlicht. Zu unserer großen Freude erzielten unsere Athletinnen und Athleten gute bis sehr gute Wertungen. Martina Hörandner und Lea Gschwandtner aus Aurolzmünster sowie Jonas Wiredu aus Linz eroberten je zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Stephan Maier aus Lambrechten darf sich gar über zwei Gold- und eine Silbermedaille freuen, Matthias Scherz aus Bad Goisern über eine Bronzemedaille.

„Leider können wir keine Siegerehrung duchführen. Trotzdem waren die beiden Bewerbstage für unseren Verein ein großartiges Highlight in dieser schwierigen Zeit“, ist Obfrau Monika Simader-Hörandner mit der Video-Challenge sehr zufrieden.



Bildbeschreibung zu Mannschaftsfoto.jpg:
v.l.n.r.: Obfrau Monika Simader, Martina Hörandner, Jonas Wiredu auf Coro, Stephan Maier, Lea Gschwandtner, Reittherapeutin Ute Zeilinger

 

Das Team von Horseprotextion Team heuer auf der Messe Wels vertreten und hat auch zum OKTR Auskunft gegeben.

Die beiden Reiter Lea und Stefan vom Verein Pondera (OÖ) waren bei den Special Olympics World Games in Abu Dabi unter Trainerin Ute Zeilinger erfolgreich. Sie erreichten 1x Gold, 2x Bronze und einen 5. Platz.

Öst. Meisterschaften Special Olympics Reiten Inklusives Special Olympics Reit- und Voltigierevent Wien-Freudenau

Das ursprünglich sommerfestähnliche Special Olympics Reit- und Voltigierturnier des Vereins Hippo-Sport im Wiener ASKÖ-Reitsportzentrum Freudenau fand heuer erstmals 2-tägig vom 26.-27. April statt und wurde wieder einmal ein Riesenerfolg. Mit tatkräftiger Unterstützung vieler Familienmitglieder und Freunde wurden neben den Voltigierbewerben die ersten Öst. Meisterschaften Special Olympics Reiten ausgetragen. Die SportlerInnen aus den Bundesländern Oberösterreich, Kärnten, Tirol und der Steiermark, Niederösterreich und Wien starteten am Freitag mit dem Divisioning, dem Showmanship und der Dressur. Nach einer Fahrt mit dem Praterzug der Liliputbahn ging es zu einem sehr gemütlichen Abendessen in das "Alte Jägerhaus". Am Sonntag gings sehr früh weiter, um die insgesamt 131 Starts unterbringen zu können... Die mitgebrachten Pferde und auch die Leihpferde gaben ihr Bestes und so war es für die Richter gar nicht so einfach, ihre Wertungen abzugeben. Im Working Trail gings über Stangen vorbei an der Gloriette, ein Slalom stand entlang der Donau. Danach mussten die Reiter einen Gegenstand von der Donaumarina zum Karlsplatz bringen. Nach einem Ritt um das Riesenrad und durch den Tiergarten Schönbrunn konnten die meisten Teilnehmer die Aufgaben fehlerfrei beenden.

  

Auch das Unified Team Relay war spannend, da man zwar schnell, aber in der dem Bewerb entsprechenden Gangart bleiben muss. Nach einem Showprogramm der Friesengruppe "Moments in Black" fanden noch einige Voltigierbewerbe statt, in denen man sehr schöne Küren sehen konnte. Zum Abschluss fand die Siegerehrung nach einem feierlichen Einzug aller SportlerInnen, TrainerInnen und deren Pferde statt und wieder einmal konnte man nur Freude und ein herzliches Miteinander feststellen, was auch uns amspornt so eine aufwendige Veranstaltung neben unseren Berufen durchzuführen.. Mit der Unterstützung aller Helfer und den nicht wegzudenkenden Sponsoren werden wir uns jedoch bemühen, eine weitere Special Olympics Reit- und Votigierveranstaltung nächstes Jahr wieder zu organisieren.

Ergebnisse Österr. Meisterschaften Special Olympics Reiten

English Equitation CS 1. Derntl David - Gerald LH OÖ 6,8 2. Waldhör Claudia - Jerry LH OÖ 6,5 3. Jappel Sabrina - Donatello Hippo-Sport 5,7

Dressur C 1. Hackl Cornelia - Diego Equohoppers 6,9 2. Hörschläger Jaqueline - Eike Happiness 6,5 3. Mahrhauser Sonja -Duke Hippo-Sport 6,3

Dressur A 1. Hoyos Cecily - Quentin ASKÖ Junge Reiter Elite 6,3 2. Leitgeb Alexandra - Palazzo LH Murau 5,7 3. Zechner Simona - D´Avenir Reithof Khom 5,6

Showmanship C 1. Schueker Susanne - Shamrock M Hippo-Sport 81,0 2. Gerold Maria - Be Fair Team Tirol 65,0 3. Sudhop Samira Big Star Hippo-Sport 55,0

Working Trail CS 1. Berger Andrea - Jerry LH OÖ 6,7 2. Waldhör Claudia - Jerry LH OÖ 6,6 3. Kovac David - Diego Equohoppers 6,5 3. Derntl David - Gerald LH OÖ 6,5 Working

Trail CI 1. Adler Christian - Big Star Hippo-Sport 6,9 2. Hörschläger Jaqueline - Eike Happiness 6,8 3. Hackl Cornelia – Diego Equohoppers 6,5

Working Trail A 1. Hoyos Cecily - Quentin ASKÖ Junge Reiter Elite 6,3 2. Leitgeb Alexandra Palazzo LH Murau 6,1 3. Zechner Simona – D’Avenir Reithof Khom 5,6

Unified Team Relay CS 1. Kovac David - Diego Equohoppers 01:19,3 1. Hartl Felix - Shamrock M Hippo-Sport 2. Berger Andrea - Jerry LH OÖ 01:22,2 2. Anna Auböck - Gerald LH OÖ 3. Fiegl Michaela - Jerry LH OÖ 01:23,1 3. Anna Auböck - Gerald LH OÖ

Unified Team Relay CI 1. Hofer Christian - Be Fair Hippo-Sport 01:10,8 1. Hartl Paul - Shamrock M Hippo-Sport 2. Hofmann David - Toby Happiness 01:12,3 2. Kroboth Katja - Eike Happiness 3. Sassmann Martin - Donatello Hippo-Sport 01:24,8 3. Kelz Michelle - Big Star Hippo-Sport

 

Erfolge für „Horsense - Verein für Therapeutisches Reiten“ Ein gemeinnütziger Verein der für Integration und Inklusion im Kärntner Pferdesport steht, darf auf ein sehr erfolgreiches Monat im März zurückblicken. Vom 08.03 - 22.03.2019 nahm die Trainerin Denise Kolbitsch mit zwei Reitern mit kognitiven Behinderungen bei den internationalen Special Olympics Worldgames 2019 in Abu Dhabi teil. Stefanie Bodner und Christian Moritz erreichten, trotz der schwierigen Herausforderung ein fremdes Pferd zu reiten, eine Goldmedaille (Stefanie B.), eine Silbermedaille (Christian M.), eine Bronzemedaille (Christian M.) und einen vierten Platz (Stefanie B.).

Am 30.03 ging es dann gleich Regional weiter, drei Nachwuchssportlerinnen des Vereins „Horsense“ ( Jana Bachmann, Elena Wolligger und Raphaela Moser) starteten auf dem Voltigierturnier in Klagenfurt/Hallegg. Das Besondere an dieser Veranstaltung war, dass die Familie Mandl das Turnier integrativ gestaltete. Von unserer Seite aus gibt es dafür ein herzliches Dankeschön! Die Sportlerinnen erreichten jeweils in ihren Altersgruppen den ersten Platz (Raphaela M.), den zweiten Platz (Elena W.) und den dritten Platz (Jana B.).

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